Earlchaos

24. März 2009

Berliner Kasperletheater 2.0

Abgelegt unter: Politisches — Schlagwörter:, , , , , , — Earlchaos @ 13:37

Die Welt hält den Atem an. Spekulanten und unfähige Banker sowie fehlgeleitete Manager bringen die Welt an den Rand eines Kollapses – und was macht Berlin?

Genau, Kasperletheater 2.0. Bald sind wahlen. CDU/CSU und SPD könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie werfen sich gegenseitig Unfähigkeit vor (womit sie ja beide recht haben). Und spielen weiter ihre Rolle als Marionetten des Geldes und der Medien.

Da gibts hier ein Zuckerle und da ein Zuckerle – aber daß wir bald 10 Millionen Hartz 4 Empfänger und 4-5 Millionen “normale” Arbeitslose haben, sieht da niemand. Konzerne wie die 100% GM-Tochter Opel werden bei ihrem garnicht so unwahrscheinlichen Untergang ganze Regionen in den Abgrund reißen. Die Arbeitslosigkeit wird in den betroffenen (Werksstandorte, Zulieferer, Logistik, externe Dienstleister) Städten und Gemeinden die Arbeitslosenrate explodieren lassen. Immer mehr Menschen werden in die bezahlte Sklaverei verkauft (Hartz 4 + 1 Euro Jobber, kenne einige Fälle), Arbeitsplätze werden in 1 Euro Arbeitsplätze umgewandelt (natürlich verständlich, wenn Unternehmer sich fragen, warum sie viel Geld für Arbeitnehmer ausgeben sollen, wenn sie Hartz 4 Empfänger für umsonst bekommen und dazu von der Arbeitslosenverwaltung auch noch Geld in den Hintern geblasen bekommen), und die Wirtschaftskrise wird immer mehr in ihrem Sog Arbeit und Brot rauben.

Was passiert in Berlin? Wahlkampf auf Kosten der Menschen in diesem Land. Nie haben Politiker deutlicher gezeigt, wie scheißegal ihnen das “Volk” ist. Die Macht ging noch nie vom Volke aus aber daß man seine Melkkuh jetzt auch noch schlachten will, könnte sich als Fehler herausstellen. Statt Arbeitsplätze direkt zu sichern, werden völlig bankrotte Banken im künstlichen Koma gehalten. Warum meldet man hier nciht Insolvenz an und bürgt direkt für den entstandenen Schaden, statt dem schlechten Geld Gutes hinterherzuwerfen? Warum sitzt überhaupt noch ein einziger Bankmanager und Aufsichtsratsmitglied auf seinem Posten? Wenn die Opelarbeiter alle so schlampig arbeiten würden, währen die Räder im Kofferraum, der Motor durch eine Kaffeemaschine ersetzt, das Lenkrad würde entfallen und die Sitze wären auf dem Dach montiert.

Und die Berliner Politprominenz? Macht Wahlkampf. Machtspielchen. Merkelt halt so vor sich hin. Transparenz a la Obama? Nene, wir lassen uns nicht in die Karten schauen. “Wir machen schon das richtige”. Ja klar, wie glaubwürdig.

Im Herbst gibts Denkzettel. Ich hoffe, die Bundestagsabgeordnete meines Wahlkreises schaut sich schon mal nach einem neuen Job um. Obwohl, nach 12 Jahren MDB braucht man ja eh im Leben nicht mehr zu arbeiten. Luxusrente machts möglich.

Frank Schenk

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