GM braucht für Opel 6,1 Milliarden Dollar Bargeld
via welt.de
In der Tat beeindruckend. Während Detroit das Kasperletheater einfach aussitzt, glänzen unsere glanzlosen und bemühten Politiker mit panischem Aktionismus für den Pöbel. Magma hier, Heuschrecken da, Soforthilfen für den deutschen Ableger Opel von GM – und in Wirklichkeit kennt keiner die wahren Pläne von General Motors. Da lässt man in Detroit wie kleine Jungen (beziehungsweise Mädchen) vorführen von einem Konzern eines Gewichtes der Daimler AG, der sich selbstverständlich nicht von einer fremdem Regierung nicht in die Karten schauen lässt.
Und die Belegschaft weiß nach wie vor nicht, wie mit ihr geschieht. Seit 15 Jahren vertreibt der Opel Aufsichtsrat die besten Leute, weil keiner weiß, was morgen ist. Der Betriebsrat verkauft zusammen mit der Geschäftsleitung schon seit dieser Zeit die Belegschaft – vor allem für dumm. Aus langwierigen Verhandlungen kommt dann raus “Ja leider müssen wir 1000 Mitarbeiter entlassen aber dafür bekommen wir neue Sitzkissen für unsere Furzgestelle!”. Viele – vor allem die Jungen – die anderswo eine Perspektive sehen und eben kein Haus o.ä. abzahlen müssen, haben schon lange ihren Hut und eine Abfindung genommen, einfach um nicht mehr in diesem Klima arbeiten zu müssen und nicht nur auf den Kostenfaktor reduziert zu werden.
Und Merkel, Steinmeier, Guttenberg, Koch und Co. machen Politik für die Ränge – große Worte aber garnicht in der Position, GM zu irgendetwas zu zwingen.
Ein hervorragendes Stück Sommertheater – mit der deutschen Politprovinz, einem amerikanischen, teilverstaatlichten Superkonzern und ganz vielen sogenannten “Experten”.
Frank